<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Texttheater &#187; Menschen</title>
	<atom:link href="http://texttheater.net/category/welt/menschen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://texttheater.net</link>
	<description>Die kleinste Bühne der Blogosphäre</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 21:11:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Die Schrecken der Facebook-Timeline</title>
		<link>http://texttheater.net/die-schrecken-der-facebook-timeline</link>
		<comments>http://texttheater.net/die-schrecken-der-facebook-timeline#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 21:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Max Goldt]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://texttheater.net/?p=3135</guid>
		<description><![CDATA[Wenn Walter Jens Boris Jelzin lila Lutschmobil genannt hätte, dann hätten die Menschen gesagt: »Welch meisterliche Rhetorik!«, wenn ich Jelzin so bezeichnen würde, würde es heißen: »Was für eine skurrile Alltagsbeobachtung!«, und wenn Reinhold Messner über Boris Jelzin gesagt hätte, &#8230; <a href="http://texttheater.net/die-schrecken-der-facebook-timeline">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn Walter Jens Boris Jelzin lila Lutschmobil genannt hätte, dann hätten die Menschen gesagt: »Welch meisterliche Rhetorik!«, wenn ich Jelzin so bezeichnen würde, würde es heißen: »Was für eine skurrile Alltagsbeobachtung!«, und wenn Reinhold Messner über Boris Jelzin gesagt hätte, er wäre ein lila Lutschmobil, hätten alle gerufen: »Was für ein schönes Gebirgsvideo!« Aber wenn Helmut Kohl so etwas sagt, hinterläßt er angeblich einen Scherbenhaufen.</p>
<p><cite style="font-size: small;">Max Goldt, Warum Dagmar Berghoff so stinkt, <em>Die Kugeln in unseren Köpfen</em>, Haffmans 1995</cite></p></blockquote>
<p>Und wenn Facebook Boris Jelzin ein lila Lutschmobil nennt (oder die Timeline einführt, oder die Schriftart ändert, oder den Blauton&#8230;), sagen alle: „Was für ein dreister Angriff auf meine Privatsphäre!“</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/die-schrecken-der-facebook-timeline/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vornamen und Vorurteile</title>
		<link>http://texttheater.net/vornamen-und-vorurteile</link>
		<comments>http://texttheater.net/vornamen-und-vorurteile#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 22:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule und Studium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://texttheater.net/?p=2889</guid>
		<description><![CDATA[Abschlussrede für das Seminar Rede- und Präsentationskompetenz im Wintersemester 2006/07, basierend auf diesem Rant aus dem Jahr 2004. Mit freundlicher Genehmigung des Seminars für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen. Related posts: AStA-Wahlen Schlechtes Timing auf\zu
Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/asta-wahlen' rel='bookmark' title='AStA-Wahlen'>AStA-Wahlen</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/schlechtes-timing' rel='bookmark' title='Schlechtes Timing'>Schlechtes Timing</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/aufzu' rel='bookmark' title='auf\zu'>auf\zu</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/-gdBFlzgGHA?hl=de&#038;fs=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Abschlussrede für das Seminar <a href="http://www.redekompetenz.uni-tuebingen.de/">Rede- und Präsentationskompetenz</a> im Wintersemester 2006/07, basierend auf <a title="Vom Heißen" href="http://texttheater.net/vom-heissen">diesem Rant aus dem Jahr 2004</a>. Mit freundlicher Genehmigung des Seminars für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen.</p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/asta-wahlen' rel='bookmark' title='AStA-Wahlen'>AStA-Wahlen</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/schlechtes-timing' rel='bookmark' title='Schlechtes Timing'>Schlechtes Timing</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/aufzu' rel='bookmark' title='auf\zu'>auf\zu</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/vornamen-und-vorurteile/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Heißen</title>
		<link>http://texttheater.net/vom-heissen</link>
		<comments>http://texttheater.net/vom-heissen#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 13:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Werk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://texttheater.net/?p=2835</guid>
		<description><![CDATA[Ein Rant aus dem Jahr 2004 Wenn man Elter wird, sollte man nicht geizig sein und dem Kind schon auch einen zweiten Vornamen geben. Einen zweiten Vornamen kann man im Leben immer gut brauchen: Als Gesprächsthema und Anlass zum Amüsieren &#8230; <a href="http://texttheater.net/vom-heissen">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Rant aus dem Jahr 2004</em></p>
<p>Wenn man Elter wird, sollte man nicht geizig sein und dem Kind schon auch einen zweiten Vornamen geben. Einen zweiten Vornamen kann man im Leben immer gut brauchen: Als Gesprächsthema und Anlass zum Amüsieren in geselliger Runde; als Ausweichmöglichkeit, wenn man das Pech hat, Horst zu heißen; um sich nach dem <em>middle-name-first-street</em>-Prinzip schnell und einfach einen Bühnennamen stricken zu können oder um Briefköpfe, Absenderfelder und Visitenkarten mit einem groovigen, dekorativen Mittel-Initial zu schmücken.</p>
<p>Zweite Vornamen gehören aber nicht auf Geburtsanzeigen, Taufeinladungen und dergleichen! Die freudige Nachricht vom Elternglück im Bekanntenkreis sollte als Erstinformation <em>den Vornamen</em> (und damit meine ich den ersten), den Nachnamen und ein Foto enthalten. Wenn Wert darauf gelegt wird, dürfen auch Audioaufnahmen erster Lebensäußerungen (per E-Mail als MP3-Datei) und die Maße des Bündels dabei sein. Ich will aber nicht mit der ganzen Batterie der Namen konfrontiert werden, die auf dem Standesamt eingetragen werden, später im Ausweis stehen und dem Wohl des Kindes dienen sollen, nicht der Verwirrung der Umwelt. Bei den ganzen Jona Benedicts, Nora Fabiennes und Robert Simeons, die auf einen niederprasseln, wird man ja ganz wirr im Kopf, was soll das?</p>
<p>Ein Vorname pro Name ist für jeden Menschen erst mal gut genug, um durchs Leben zu kommen. Erst auf Anfrage oder bei Bedarf, wie in den oben beschriebenen Fällen, ist der zweite Vorname hervorzuzaubern. Wenn nicht einmal die Eltern selbst sich für einen Haupt-Vornamen entscheiden können und über ihr Kind ständig als Tom Noah reden (wie es der geburtsanzeigengeschädigte Bekanntenkreis ohnehin zunächst einmal tut), wirkt das unbeholfen. Halten sie den ausgesuchten Erstnamen allein nicht für gut genug? Meinen sie, mit zwei Vornamen sei man auch gleich etwas Besseres, wenn sie nur immer schön alle genannt werden? Konnten sie sich nicht auf einen Namen einigen? Oder lässt gar der künstlerische Anspruch der Kombination beider Namen ein Auseinanderreißen nicht zu? Wäre es ein Schlag ins Gesicht des elterlichen Genies, nur einen zu verwenden? Dünkelhaft. Unsouverän. Albern.</p>
<p>Wie aber soll das Kind überhaupt heißen? Im evangelischen, bildungsbürgerlichen Umfeld ist meist etwas Biblisches und etwas <em>etwas Ausgefalleneres</em> dabei. Es muss gar nicht gleich Gerlindis oder Ubbo sein; es reicht schön, aufmerksam möglichst aktuelle Vornamenshitlisten zu studieren und die dort auftauchenden Namen zu meiden. Der männliche Teil meines Jahrgangs zum Beispiel besteht ungefähr zur Hälfte aus Alexanders; so zu heißen, ist die sicherste Methode, um von allen nur mit Nachnamen angeredet zu werden. Vielleicht ist es wichtig, seinen Kindern völlig ausgefallene Namen, die kein Schwein kennt, zu ersparen – viel wichtiger ist es allerdings, ihnen generationsinterne Allerweltsnamen zu ersparen. Natürlich wird man sein Kind auch nicht so nennen wollen, wie die Hälfte all derer heißt, die man selber kennt.</p>
<p>Meine Eltern haben Souveränität bewiesen und mich sehr selbstbewusst einfach <em>Kilian</em> genannt. Einen zweiten Vornamen haben sie mir leider vorenthalten. Ansonsten heiße ich gut – ungewöhnlicher Vorname, noch etwas ungewöhnlicherer Nachname, da fällt es auch nicht so ins Gewicht, dass mir das Mittel-Initial versagt bleibt. Länge und Laut-Buchstaben-Zuordnung meines Namens sind geistesgesund und bewahren mich weitgehend vor endlosem Buchstabieren und Korrigieren. Nur mit der Reihenfolge gibt’s manchmal Probleme, da <em>Kilian</em> vielen nur als Nachname vertraut ist. Muss ich hier auch von Zeit zu Zeit gegen Fehler zu Felde ziehen, so nehme ich dies Schicksal demutsvoll an.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/vom-heissen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tugendterror</title>
		<link>http://texttheater.net/tugendterror</link>
		<comments>http://texttheater.net/tugendterror#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 13:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://texttheater.net/?p=2426</guid>
		<description><![CDATA[Die Ökospießer, so heißt es, schmücken sich zwar mit ökologischen Attributen wie penibler Mülltrennung, Biokost und Solardächern, wollen aber genau so wenig wie die anderen Spießer auf den luxuriösen Lebensstil verzichten, der das eigentliche Problem für die Umwelt und für &#8230; <a href="http://texttheater.net/tugendterror">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ökospießer, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-siegeszug-der-gruenen-die-stunde-der-heuchler-1.1078968">so heißt es</a>, schmücken sich zwar mit ökologischen Attributen wie penibler Mülltrennung, Biokost und Solardächern, wollen aber genau so wenig wie die anderen Spießer auf den luxuriösen Lebensstil verzichten, der das eigentliche Problem für die Umwelt und für die Gerechtigkeit zwischen den Völkern ist. An dem Vorwurf ist sicher viel dran, auch wenn das Bild vom Grünen-Wähler mit Porsche Cayenne nicht annähernd so typisch sein dürfte wie seine Beschwörer, darunter auch <a href="http://twitter.com/prenzlbergmutti">@prenzlbergmutti</a>, glauben machen wollen. Aber was soll das Wort vom <em>Tugendterror</em>, das ich in letzter Zeit häufig lese? Kriegt man in grünen Vierteln etwa ausgeweidete Katzen an die Haustüre genagelt oder mit Blut an die Fenster geschrieben, wenn man bei Aldi einkauft oder Atomstrom bezieht? Oder ist das Wort in der Nachfolge von <em>Gutmensch</em> nur ein Schimpfwort für die blöden Nachbarn? Aus Groll daraus, dass die es wenigstens schaffen, ein bisschen ökologisch verträglicher zu leben, während man selbst immer noch fünfmal in der Woche Fleisch isst und viel fliegt?</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/tugendterror/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jedes Mal, wenn X, dann Y</title>
		<link>http://texttheater.net/jedes-mal-wenn-x-dann-y</link>
		<comments>http://texttheater.net/jedes-mal-wenn-x-dann-y#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 15:43:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://texttheater.net/?p=2311</guid>
		<description><![CDATA[Oh, ein Stürmchen der Empörung über einen Tweet von Mario Sixtus: Für jeden Hamburger, der heute nicht wählen geht, stirbt ein Libyer. Kann man die Empörung verstehen? Zuerst einmal: Was meint Sixtus überhaupt? Das Baumuster seines Tweets ist mir in &#8230; <a href="http://texttheater.net/jedes-mal-wenn-x-dann-y">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/fenster' rel='bookmark' title='Fenster'>Fenster</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, ein <a href="http://twitter.com/#!/search/%40sixtus">Stürmchen der Empörung</a> über einen <a href="http://twitter.com/#!/sixtus/status/39326773699289088">Tweet</a> von Mario Sixtus:</p>
<blockquote><p>Für jeden Hamburger, der heute nicht wählen geht, stirbt ein Libyer.</p></blockquote>
<p>Kann man die Empörung verstehen? Zuerst einmal: Was meint Sixtus überhaupt? Das Baumuster seines Tweets ist mir in letzter Zeit auf Twitter häufiger begegnet, es geht so: „Für jede/n/s X passiert Y.“ Oder so: „Jedes Mal, wenn X, dann Y.“ Oder so: „Immer, wenn X, dann Y.“</p>
<p>In solchen Witzen geht es immer um einen Konflikt. Zwischen zwei Gruppen von Menschen A und B mit unterschiedlichen Weltanschauungen, Meinungen oder ästhetischen Präferenzen. Bei Sixtus sind A die Leute, die dafür sind, dass es Demokratie gibt und die es wichtig finden, dass man zur Wahl geht. B sind die Leute, die gegen Demokratie sind und die libysche Demonstranten erschossen sehen wollen. Aus der Sicht von A sind X und Y zu verurteilen, aus der Sicht von B zu begrüßen. Allerdings ist Y ein wesentlich drastischeres Ereignis als X, und so kann man vermuten, dass es zwischen A und B eine ganze Reihe Leute gibt, die sich an X nicht stoßen, Y aber ganz schrecklich finden. Die Jedes-Mal-Witze haben die Funktion zu polarisieren, indem sie diesen Meinungen in der Mitte die Existenz oder die Legitimation in Abrede stellen. Und ich denke, daher kommt ein großer Teil der Empörung über Sixtus: Hamburger Nichtwähler und Nichtwählersympathisanten sehen sich mit einem mörderischen Unrechtsregime in eine Ecke gestellt.</p>
<p>Eine andere Form des Jedes-Mal-Witzes scheint mir weniger anklagend als schadenfroh zu sein, <a href="http://twitter.com/#!/mplusk_/status/39268188860596224">hier @mplusk_</a>:</p>
<blockquote><p>Jedesmal, wenn jemand „Klickibunti“ sagt, stirbt irgendwo das kleine Kätzchen eines Programmierers.</p></blockquote>
<p>Und dann gibt es noch die Variante, wo X und Y von unterschiedlichen Gruppen als schlecht empfunden werden und Y somit weniger als eine extrem verstärkte Form von X, sondern als eine Art göttliche Strafe für X erscheint, <a href="http://twitter.com/#!/manu_aw/status/39333295019790336">hier @manu_aw</a>:</p>
<blockquote><p>Jedesmal wenn irgendwo ein lustiger Babystimmenhandyklingelton ertönt, fällt woanders ein Mobilfunksendeturm um.</p></blockquote>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/fenster' rel='bookmark' title='Fenster'>Fenster</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/jedes-mal-wenn-x-dann-y/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Generationenkonflikt</title>
		<link>http://texttheater.net/generationenkonflikt</link>
		<comments>http://texttheater.net/generationenkonflikt#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 23:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistesleben]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1876</guid>
		<description><![CDATA[So mancher, der in eine Ära materiellen Wohlstands hineingeboren wurde, hat sich über die Alten gewundert, die im Krieg jung gewesen waren und nun Zeit ihres Lebens fettem und reichlichem Essen zusprachen, als gölte es Kalorien für die nächste Hungersnot &#8230; <a href="http://texttheater.net/generationenkonflikt">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So mancher, der in eine Ära materiellen Wohlstands hineingeboren wurde, hat sich über die Alten gewundert, die im Krieg jung gewesen waren und nun Zeit ihres Lebens fettem und reichlichem Essen zusprachen, als gölte es Kalorien für die nächste Hungersnot zu horten. Meine Generation hierzulande heutzutage wächst in einer Ära auf, in der nicht nur Essen, sondern auch Information im Überfluss vorhanden ist. Ich bemerke vereinzelt, wie mir das Horten von Büchern und Dokumenten, wie ich es in der Generation meiner Eltern sehen kann, fremd ist. „Sohn, handle klug und vorausschauend! Wenn du in einem halben Jahr jederzeit in der Lage sein möchtest, etwas mit F nachzuschlagen, dann sieh zu, dass du jetzt eine Enzyklopädie abonnierst, die bis dahin zu dem Buchstaben vorgedrungen ist!“ – „Ach, Papa, wenn ich dann was nachschlagen muss, gucke ich einfach im Internet.“ Wenn man eine ganz steile These draus drechseln möchte, kann man sagen, dass das Internet beim Übergang von einer Haben-Gesellschaft zu einer Seins-Gesellschaft helfen kann. Der Kampfbegriff <em>Internet-Ausdrucker</em> wird hauptsächlich gegen Leute gerichtet, die das Internet nicht verstehen, aber trotzdem darüber bestimmen wollen. Er drückt aber meiner Empfindung nach auch die Verachtung über eine obsolete Geisteshaltung aus, nach der sich Information besitzen lässt und gierig gehortet werden sollte. Anstatt dass man ihr einfach freien Fluss ermöglicht und sich darauf verlässt, dass man online finden wird, was man braucht, wenn man es braucht, wie die Luft zum Atmen.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/generationenkonflikt/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwei Papiertüten</title>
		<link>http://texttheater.net/zwei-papiertueten</link>
		<comments>http://texttheater.net/zwei-papiertueten#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 23:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1776</guid>
		<description><![CDATA[Als ich um fünf vor zwölf in den REWE rausche, stellt sich mir die schwarz gekleidete Sekuritärin in den Weg, eine Schrankwand von einer Frau. „Eingang ist da!“ Aus der üblichen Geistesabwesenheit gerissen und jäh in eine soziale Situation geschubst &#8230; <a href="http://texttheater.net/zwei-papiertueten">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/eins-zwei-drei-vier' rel='bookmark' title='Eins, zwei, drei, vier'>Eins, zwei, drei, vier</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/zuckerl' rel='bookmark' title='Zuckerl'>Zuckerl</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/wort-des-tages-zwei-komponenten-tauschratte' rel='bookmark' title='Wort des Tages: Zwei-Komponenten-Tauschratte'>Wort des Tages: Zwei-Komponenten-Tauschratte</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich um fünf vor zwölf in den REWE rausche, stellt sich mir die schwarz gekleidete Sekuritärin in den Weg, eine Schrankwand von einer Frau. „Eingang ist da!“ Aus der üblichen Geistesabwesenheit gerissen und jäh in eine soziale Situation geschubst reagiert mein Stammhirn autark und hält auch diesmal wieder eine Überraschung für mich bereit, nämlich ein Welpengesicht und einen leicht bettelnden Tonfall: „Ich muss nur zwei Papiertüten kaufen, wär das okay, wenn ich eben hier rein gehe?“ Slightly off, wenn man bedenkt, dass es nicht an sich darum geht, einen Umweg zur Kasse zu vermeiden, sondern darum, mein Gesicht zu wahren. Wahrscheinlich wirke ich wie auf Drogen, aber mein Argument zieht. Die Pointe entfällt.</p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/eins-zwei-drei-vier' rel='bookmark' title='Eins, zwei, drei, vier'>Eins, zwei, drei, vier</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/zuckerl' rel='bookmark' title='Zuckerl'>Zuckerl</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/wort-des-tages-zwei-komponenten-tauschratte' rel='bookmark' title='Wort des Tages: Zwei-Komponenten-Tauschratte'>Wort des Tages: Zwei-Komponenten-Tauschratte</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/zwei-papiertueten/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geißel Gottes</title>
		<link>http://texttheater.net/geissel-gottes</link>
		<comments>http://texttheater.net/geissel-gottes#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1437</guid>
		<description><![CDATA[Vorgestern habe ich das kurz gezwitschert, heute fasziniert es mich immer noch: Der verrückte Bischof Richard Williamson hat den Islam in seiner E-Mail-Kolumne eine &#8220;Geißel Gottes&#8221; genannt, also eine von Gott in die Welt gesetzte Strafe oder Prüfung für seine &#8230; <a href="http://texttheater.net/geissel-gottes">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/dazu-gehoert-einfallsreichtum' rel='bookmark' title='Dazu gehört Einfallsreichtum:&#8230;'>Dazu gehört Einfallsreichtum:&#8230;</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/zum-minarettverbot' rel='bookmark' title='Zum Minarettverbot'>Zum Minarettverbot</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern habe ich das kurz <a href="http://log.texttheater.de/dazu-gehoert-einfallsreichtum">gezwitschert</a>, heute fasziniert es mich immer noch: Der verrückte Bischof Richard Williamson hat den Islam in seiner E-Mail-Kolumne eine &#8220;Geißel Gottes&#8221; genannt, also eine von Gott in die Welt gesetzte Strafe oder Prüfung für seine Schäfchen, die Christen. Nach muslimischem Glauben wurde der Islam ja tatsächlich von Gott in die Welt gesetzt, durch Mohammed. Glaubt Williamson also, dass Gott eine neue heilige Schrift herausgegeben, eine neue Anhängerschaft um sich geschart, kurz: eine neue Religion begründet hat, um die Anhänger der alten Religion zu zwiebeln? Dann müsste er zugeben, dass Muslime rechtgläubig sind, da der Islam ja tatsächlich eine göttliche Religion ist. Wahrscheinlich würde er aber nicht zugeben, dass der christliche und der muslimische Gott derselbe sind. Hat der christliche Gott also einen Pappgott zurechtgemacht und die Muslime voller Absicht mit einer Bogusreligion in die Falschgläubigkeit geführt &#8211; als Werkzeug, als Geißel? Dann wäre Gott noch infamer und sadistischer, als man es ihm aufgrund mancher gut katholischer Glaubenssätze eh schon unterstellen muss. Was also ist von Williamsons Aussage zu halten? Vielleicht sollte man sie einfach nur amüsant finden.</p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/dazu-gehoert-einfallsreichtum' rel='bookmark' title='Dazu gehört Einfallsreichtum:&#8230;'>Dazu gehört Einfallsreichtum:&#8230;</a></li>
<li><a href='http://texttheater.net/zum-minarettverbot' rel='bookmark' title='Zum Minarettverbot'>Zum Minarettverbot</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/geissel-gottes/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Abschmettern</title>
		<link>http://texttheater.net/vom-abschmettern</link>
		<comments>http://texttheater.net/vom-abschmettern#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 22:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hinter den Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=968</guid>
		<description><![CDATA[Seit vielen Jahren bin ich Hausmeister des der Nachtschule angeschlossenen Wohnstollenheims. Ich bearbeite die Bitten von Nachtschülern, die sich einen Wohnstollen (Website) gebastelt haben. Die Qualitätsanforderungen für neue Wohnstollen sind nicht hoch, aber doch vorhanden. Wo jeder Raum (Webseite) nur &#8230; <a href="http://texttheater.net/vom-abschmettern">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/leistungstraeger-und-leistungsverweigerer' rel='bookmark' title='Leistungsträger und Leistungsverweigerer'>Leistungsträger und Leistungsverweigerer</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vielen Jahren bin ich Hausmeister des der <a href="http://www.nachtschule.de">Nachtschule</a> angeschlossenen <a href="http://www.nachtschueler.de">Wohnstollenheims</a>. Ich bearbeite die Bitten von Nachtschülern, die sich einen Wohnstollen (Website) gebastelt haben. Die Qualitätsanforderungen für neue Wohnstollen sind nicht hoch, aber doch vorhanden. Wo jeder Raum (Webseite) nur eine Variante des Satzes &#8220;Dieser Raum wird erst noch eingerichtet&#8221; enthält, habe ich mir eine Standardantwort zurechtgelegt: &#8220;Bitte melde dich noch einmal, wenn du deinen Stollen etwas vollständiger eingerichtet hast.&#8221; Inzwischen benutze ich sie jedes Mal in der Gewissheit, dass ich von der betreffenden Daseinsform nie wieder etwas hören werde.</p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://texttheater.net/leistungstraeger-und-leistungsverweigerer' rel='bookmark' title='Leistungsträger und Leistungsverweigerer'>Leistungsträger und Leistungsverweigerer</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/vom-abschmettern/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Modellbahnraum</title>
		<link>http://texttheater.net/modellbahnraum</link>
		<comments>http://texttheater.net/modellbahnraum#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 11:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kilian Evang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=946</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe einen Nachbarn, der zwei Hausnummern vor die Tür seiner Gewerbefläche gehängt hat: seine und meine. Hilfsbriefträger und esoterische Paketdienste werden davon manchmal verwirrt. Dann geht meine Post an den Absender zurück. Ich stellte meinen Nachbarn zur Rede. Er &#8230; <a href="http://texttheater.net/modellbahnraum">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe einen Nachbarn, der zwei Hausnummern vor die Tür seiner Gewerbefläche gehängt hat: seine und meine. Hilfsbriefträger und esoterische Paketdienste werden davon manchmal verwirrt. Dann geht meine Post an den Absender zurück. Ich stellte meinen Nachbarn zur Rede. Er behauptete, die Deutsche Post habe ihm befohlen, beide Nummern zu führen &#8211; erster Beweis dafür, dass er bizarr ist. Zweiter Beweis: seine Gewerbefläche. Das Klingelschild bezeichnet sie als &#8220;Modellbahnraum&#8221;, und es sieht so aus, als sei tatsächlich in den nächsten Tagen die Einrichtung einer großen Modellbahnanlage geplant. Seit mehreren Monaten sieht es so aus. Die Tische stehen leer und auf dem Kopf. Immer, wenn ich am Schaufenster des Modellbahnraums vorbeigehe, sitzt mein Nachbar in einem Drehsessel und liest Zeitung.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://texttheater.net/modellbahnraum/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

