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	<title>Kommentare zu: Kinder, vertragt euch!</title>
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	<description>Die kleinste Bühne der Blogosphäre</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 14:35:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Netzneutralität — keine Selbstverständlichkeit &#124; Texttheater</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1727</link>
		<dc:creator>Netzneutralität — keine Selbstverständlichkeit &#124; Texttheater</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 20:00:13 +0000</pubDate>
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		<description>[...] waren nicht nur wohlfeile Munition für – ich überspitze – böswillige Internetausdrucker etwa bei Zeit und bei Emma, sie stellen sich jetzt auch als Bumerang [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] waren nicht nur wohlfeile Munition für – ich überspitze – böswillige Internetausdrucker etwa bei Zeit und bei Emma, sie stellen sich jetzt auch als Bumerang [...]</p>
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		<title>Von: stefan</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1024</link>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 11:33:15 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr gut, denn darauf können wir uns eingen. das shee ich genauso. :-)

Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gut, denn darauf können wir uns eingen. das shee ich genauso. :-)</p>
<p>Stefan</p>
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	<item>
		<title>Von: ke</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1023</link>
		<dc:creator>ke</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 10:42:00 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Also stimmst du Jessen vom Prinztip her zu, auch wenn du seine Interpretation von digitaler Öffentlichkeit nicht teilst?&lt;/blockquote&gt;

Ich stimme ihm nicht in allen Punkten zu, dem Grundtenor des Artikels aber schon, insbesondere der zentralen Aussage: &quot;Um die Gestalt und die Möglichkeiten des Netzes streiten sich Menschen. Das ist ein politischer Streit, und er muss politisch geführt werden.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Also stimmst du Jessen vom Prinztip her zu, auch wenn du seine Interpretation von digitaler Öffentlichkeit nicht teilst?</p></blockquote>
<p>Ich stimme ihm nicht in allen Punkten zu, dem Grundtenor des Artikels aber schon, insbesondere der zentralen Aussage: &#8220;Um die Gestalt und die Möglichkeiten des Netzes streiten sich Menschen. Das ist ein politischer Streit, und er muss politisch geführt werden.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefan</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1022</link>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 09:51:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1559#comment-1022</guid>
		<description>&quot;Ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob ich mich von Jessen angegriffen fühlen sollte – es gibt halt verschiedene mehr oder weniger abgeschirmte Zirkel von „Einheimischen“, und nicht jedem davon fühle ich mich verbunden.&quot;

Also stimmst du Jessen vom Prinztip her zu, auch wenn du seine Interpretation von digitaler Öffentlichkeit nicht teilst?

&quot;Ein anderes Thema: Was meinst du mit „Exklusivität“ im Urheberrecht und warum denkst du, dass ein Verzicht darauf Verzicht auf Jugendschutz und Persönlichkeitsrechtsschutz wäre?&quot;

&quot;Exklusivität&quot; = Ausschließbarkeit. Soll heissen, das hertsellen einer Situation in der jemand, der eine Leistung anbietet, diese Leistng so anbieten kann, das jemand anders nur unter den von ihm festgelegten Konditionen drauf zugreifen kann.

Derzeit ist eine weit verbreitete Argumentation, dass man ein alternatives Urheberrecht zum Beispiel das Modell der Kulturflatrate nicht mehr vermeiden kann, weil das &quot;alte Urheberrecht&quot; im Netz nicht ohne großen Kollateralschaden durchsetzbar sei.
Ich wolte lediglich sagen - und so verstehe ich auch Jessen - dass, wenn man dieser Argumentation folgt, man auch die Konsequenzen dessen tragen muss. denn Kollateralschaden durch &quot;unreglementierte Inhaltedistribution&quot; hört ja beim Urheberrecht lange nicht auf.

Dann können wir auch Jugendschutz und Persönlichkeitsrechtsschutz aufgeben, zum Beispiel. 

Gruß,

Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob ich mich von Jessen angegriffen fühlen sollte – es gibt halt verschiedene mehr oder weniger abgeschirmte Zirkel von „Einheimischen“, und nicht jedem davon fühle ich mich verbunden.&#8221;</p>
<p>Also stimmst du Jessen vom Prinztip her zu, auch wenn du seine Interpretation von digitaler Öffentlichkeit nicht teilst?</p>
<p>&#8220;Ein anderes Thema: Was meinst du mit „Exklusivität“ im Urheberrecht und warum denkst du, dass ein Verzicht darauf Verzicht auf Jugendschutz und Persönlichkeitsrechtsschutz wäre?&#8221;</p>
<p>&#8220;Exklusivität&#8221; = Ausschließbarkeit. Soll heissen, das hertsellen einer Situation in der jemand, der eine Leistung anbietet, diese Leistng so anbieten kann, das jemand anders nur unter den von ihm festgelegten Konditionen drauf zugreifen kann.</p>
<p>Derzeit ist eine weit verbreitete Argumentation, dass man ein alternatives Urheberrecht zum Beispiel das Modell der Kulturflatrate nicht mehr vermeiden kann, weil das &#8220;alte Urheberrecht&#8221; im Netz nicht ohne großen Kollateralschaden durchsetzbar sei.<br />
Ich wolte lediglich sagen &#8211; und so verstehe ich auch Jessen &#8211; dass, wenn man dieser Argumentation folgt, man auch die Konsequenzen dessen tragen muss. denn Kollateralschaden durch &#8220;unreglementierte Inhaltedistribution&#8221; hört ja beim Urheberrecht lange nicht auf.</p>
<p>Dann können wir auch Jugendschutz und Persönlichkeitsrechtsschutz aufgeben, zum Beispiel. </p>
<p>Gruß,</p>
<p>Stefan</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ke</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1021</link>
		<dc:creator>ke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 18:59:23 +0000</pubDate>
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		<description>Da stimme ich dir völlig zu, stefan. :) Zumal wir ja unsere Differenzen ja jetzt so ziemlich reduziert haben auf unterschiedliche subjektive Einschätzungen und Empfindungen gegenüber Jessens Bild von den &quot;Einheimischen&quot;. Ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob ich mich von Jessen angegriffen fühlen sollte - es gibt halt verschiedene mehr oder weniger abgeschirmte Zirkel von &quot;Einheimischen&quot;, und nicht jedem davon fühle ich mich verbunden.

Ein anderes Thema: Was meinst du mit &quot;Exklusivität&quot; im Urheberrecht und warum denkst du, dass ein Verzicht darauf Verzicht auf Jugendschutz und Persönlichkeitsrechtsschutz wäre?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da stimme ich dir völlig zu, stefan. :) Zumal wir ja unsere Differenzen ja jetzt so ziemlich reduziert haben auf unterschiedliche subjektive Einschätzungen und Empfindungen gegenüber Jessens Bild von den &#8220;Einheimischen&#8221;. Ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob ich mich von Jessen angegriffen fühlen sollte &#8211; es gibt halt verschiedene mehr oder weniger abgeschirmte Zirkel von &#8220;Einheimischen&#8221;, und nicht jedem davon fühle ich mich verbunden.</p>
<p>Ein anderes Thema: Was meinst du mit &#8220;Exklusivität&#8221; im Urheberrecht und warum denkst du, dass ein Verzicht darauf Verzicht auf Jugendschutz und Persönlichkeitsrechtsschutz wäre?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefan</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1020</link>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:32:50 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube du liest da eine Aggressivität in unsere Beiträge rein, die nicht vorhanden ist.

Ich bin derzeit auf jedne fall in der &quot;vetragen&quot; Stimmung, wüsste auch nicht, warum nicht. 

Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube du liest da eine Aggressivität in unsere Beiträge rein, die nicht vorhanden ist.</p>
<p>Ich bin derzeit auf jedne fall in der &#8220;vetragen&#8221; Stimmung, wüsste auch nicht, warum nicht. </p>
<p>Stefan</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: backslashvarphi</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1019</link>
		<dc:creator>backslashvarphi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:30:11 +0000</pubDate>
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		<description>*lacht* Aehm, ich weiss, ich riskier hier gerade etwas was sehr dem Versuch aehnelt zwei Hunden die sich um &#039;nen Knochen balgen selbigen zu entreissen. Aber trotzdem: Darf ich die Kontrahenten an den Titel dieses Eintrags erinnern?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>*lacht* Aehm, ich weiss, ich riskier hier gerade etwas was sehr dem Versuch aehnelt zwei Hunden die sich um &#8216;nen Knochen balgen selbigen zu entreissen. Aber trotzdem: Darf ich die Kontrahenten an den Titel dieses Eintrags erinnern?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefan</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1018</link>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 08:55:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1559#comment-1018</guid>
		<description>Ich sehe das nicht so. Jessen denkt nur zuende, was denn die ganzen forderungen nach einem neuen, nicht gestalteten Urheberrecht denn so implizieren.

Sie implizieren, dass sich eine Netzkultur, die nihre meinung mittlerweile für die Mehrheit hält, weil sie diese Diskussionen größtenteils in einer abgeschotteten Grppe tätigt, nicht realisiert, dass sie nicht repräsentativ sind. Hierfür ist es unerheblich, ob diese Meinungsäusserungen anonym oder deanonym sind. 

Sie realisieren auch nicht, dass - und das liegt ja in dem von dir zitierten Abschnitt drin - dass ein Verzicht auf exklusivität im Urheberrecht wie es derzeit häufig gefordert wird, auch ein verzicht auf Jugendschutz, Persönlichkeitsrechtsschutz wäre. 

Damit diskreditiert er niemanden (die Behauptung stellst du auf), er sagt lediglich: Wenn wir Urheberrechte aufgeben - mit dem Argument, dass wir sie angeblich nicht mehr durchsetzen können- dann werden auch ganz andere Rechtsgüter hier tangiert. er sagt nicht - zumindest lese ich das nicht heraus - dass dies repräsentative Meinung der Netzkultur äre, aber er sagt, dass diese entscheidung nicht nur in abgeschirmten Zirkeln kommunizierende Netzkulturvertreter zu vertreten haben, sondern die gesamte Gesellschaft. Das Netz gehört UNS. 

In der Tat nennt er wenig Quellen, aber ich stimme mit ihm überein, dass die Mehrzahl der Netzkulturvertreter das Urheberrecht zum Beipsiel in seiner derzeitigen form &quot;kippen&quot; wollen, und dabei komplett verkennen, dass sie nicht für doie Gesamtgesellschaft repräsentativ sind.

Gruß,

Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe das nicht so. Jessen denkt nur zuende, was denn die ganzen forderungen nach einem neuen, nicht gestalteten Urheberrecht denn so implizieren.</p>
<p>Sie implizieren, dass sich eine Netzkultur, die nihre meinung mittlerweile für die Mehrheit hält, weil sie diese Diskussionen größtenteils in einer abgeschotteten Grppe tätigt, nicht realisiert, dass sie nicht repräsentativ sind. Hierfür ist es unerheblich, ob diese Meinungsäusserungen anonym oder deanonym sind. </p>
<p>Sie realisieren auch nicht, dass &#8211; und das liegt ja in dem von dir zitierten Abschnitt drin &#8211; dass ein Verzicht auf exklusivität im Urheberrecht wie es derzeit häufig gefordert wird, auch ein verzicht auf Jugendschutz, Persönlichkeitsrechtsschutz wäre. </p>
<p>Damit diskreditiert er niemanden (die Behauptung stellst du auf), er sagt lediglich: Wenn wir Urheberrechte aufgeben &#8211; mit dem Argument, dass wir sie angeblich nicht mehr durchsetzen können- dann werden auch ganz andere Rechtsgüter hier tangiert. er sagt nicht &#8211; zumindest lese ich das nicht heraus &#8211; dass dies repräsentative Meinung der Netzkultur äre, aber er sagt, dass diese entscheidung nicht nur in abgeschirmten Zirkeln kommunizierende Netzkulturvertreter zu vertreten haben, sondern die gesamte Gesellschaft. Das Netz gehört UNS. </p>
<p>In der Tat nennt er wenig Quellen, aber ich stimme mit ihm überein, dass die Mehrzahl der Netzkulturvertreter das Urheberrecht zum Beipsiel in seiner derzeitigen form &#8220;kippen&#8221; wollen, und dabei komplett verkennen, dass sie nicht für doie Gesamtgesellschaft repräsentativ sind.</p>
<p>Gruß,</p>
<p>Stefan</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ke</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1017</link>
		<dc:creator>ke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 01:02:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1559#comment-1017</guid>
		<description>Ich verstehe deinen Einwand nicht. Du wirfst mir vor, nicht zu erkennen, worum es Jessen geht, und den Kern von Jessens Text zu verfehlen. Dabei sagst du erstens selbst nicht, worum es Jessen deiner Meinung nach geht und was deiner Meinung nach der Kern seines Textes ist. Und zweitens wüsste ich nicht, warum das überhaupt eine Rolle spielen sollte. Ich habe nicht Jessens Text analysiert, sondern ein Detail dargelegt, das mich an dem Text stört. Auf den Kern des Textes habe ich gar nicht gezielt.

Besonders unverständlich finde ich deine Formulierung &quot;Darum ging es Jessen nicht.&quot; Worum ging es ihm nicht? Die Meinung der anonymen Mehrheit zu verwerfen? Meinst du damit: &quot;Jessen ging es um die Meinung der anonymen Mehrheit&quot;? Das ist eine Behauptung, für die du immer noch kein Argument angeführt hast. An den wenigen Stellen, wo Jessen konkret wird, nennt er keine Stimmen aus Foren oder Blogs, wie es viele Journalisten eigentlich gern tun, wenn sie irgendeine krasse Volksmeinung belegen wollen, dafür aber gleich zweimal den Kongress re:publica, wo die Referent/inn/en alles andere als anonym sind.

Einverstanden: Anonyme Äußerungen sind auch relevant. Recht bedacht möchte ich gar nicht so sehr zwischen &quot;anonym&quot; und &quot;nicht anonym&quot; unterscheiden, sondern zwischen dem &quot;Mainstream der Meinungen&quot; und &quot;Abseitigem&quot;, zu letzterem zähle ich nicht nur Forenbeiträge, sondern etwa auch Kneipengespräche oder Einzelmeinungen bestimmter Philosophen, etc. &quot;Abseitig&quot; meine ich nicht abwertend. Den Unterschied zwischen &quot;Mainstream&quot; oder &quot;Abseitigem&quot; sehe ich halt darin, dass der &quot;Mainstream&quot; in der Öffentlichkeit, in den großen Medien, auf Parteitagen und Kongressen bereits eine solche Virulenz erreicht hat, dass ein Feuilletonartikel sich mit diesen Meinungen auseinandersetzen kann, ohne konkret zu nennen, wer sie vertritt. Jessen setzt sich mit Meinungen ungenannter Quelle auseinander, die ich für so virulent nicht halte.

Zum Beispiel unterstellt er ziemlich abwegig: &quot;Enthusiasten und Kritiker(...) erwarten vom Internet den Untergang der alten Welt. In der neuen Welt aber, so hoffen es die einen und so nehmen es die anderen mit vorauseilender Verzweiflung hin, würden sich die Persönlichkeits- und Menschenrechte ohnehin erledigen.&quot; Damit diskreditiert er auch die vielen Internetaffinen, die sich aufrichtig für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft einsetzen, und daran stoße ich mich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe deinen Einwand nicht. Du wirfst mir vor, nicht zu erkennen, worum es Jessen geht, und den Kern von Jessens Text zu verfehlen. Dabei sagst du erstens selbst nicht, worum es Jessen deiner Meinung nach geht und was deiner Meinung nach der Kern seines Textes ist. Und zweitens wüsste ich nicht, warum das überhaupt eine Rolle spielen sollte. Ich habe nicht Jessens Text analysiert, sondern ein Detail dargelegt, das mich an dem Text stört. Auf den Kern des Textes habe ich gar nicht gezielt.</p>
<p>Besonders unverständlich finde ich deine Formulierung &#8220;Darum ging es Jessen nicht.&#8221; Worum ging es ihm nicht? Die Meinung der anonymen Mehrheit zu verwerfen? Meinst du damit: &#8220;Jessen ging es um die Meinung der anonymen Mehrheit&#8221;? Das ist eine Behauptung, für die du immer noch kein Argument angeführt hast. An den wenigen Stellen, wo Jessen konkret wird, nennt er keine Stimmen aus Foren oder Blogs, wie es viele Journalisten eigentlich gern tun, wenn sie irgendeine krasse Volksmeinung belegen wollen, dafür aber gleich zweimal den Kongress re:publica, wo die Referent/inn/en alles andere als anonym sind.</p>
<p>Einverstanden: Anonyme Äußerungen sind auch relevant. Recht bedacht möchte ich gar nicht so sehr zwischen &#8220;anonym&#8221; und &#8220;nicht anonym&#8221; unterscheiden, sondern zwischen dem &#8220;Mainstream der Meinungen&#8221; und &#8220;Abseitigem&#8221;, zu letzterem zähle ich nicht nur Forenbeiträge, sondern etwa auch Kneipengespräche oder Einzelmeinungen bestimmter Philosophen, etc. &#8220;Abseitig&#8221; meine ich nicht abwertend. Den Unterschied zwischen &#8220;Mainstream&#8221; oder &#8220;Abseitigem&#8221; sehe ich halt darin, dass der &#8220;Mainstream&#8221; in der Öffentlichkeit, in den großen Medien, auf Parteitagen und Kongressen bereits eine solche Virulenz erreicht hat, dass ein Feuilletonartikel sich mit diesen Meinungen auseinandersetzen kann, ohne konkret zu nennen, wer sie vertritt. Jessen setzt sich mit Meinungen ungenannter Quelle auseinander, die ich für so virulent nicht halte.</p>
<p>Zum Beispiel unterstellt er ziemlich abwegig: &#8220;Enthusiasten und Kritiker(&#8230;) erwarten vom Internet den Untergang der alten Welt. In der neuen Welt aber, so hoffen es die einen und so nehmen es die anderen mit vorauseilender Verzweiflung hin, würden sich die Persönlichkeits- und Menschenrechte ohnehin erledigen.&#8221; Damit diskreditiert er auch die vielen Internetaffinen, die sich aufrichtig für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft einsetzen, und daran stoße ich mich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefan</title>
		<link>http://texttheater.net/kinder-vertragt-euch/comment-page-1#comment-1016</link>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 08:57:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://log.texttheater.de/?p=1559#comment-1016</guid>
		<description>Sorry, aber auch in deinem dritten Kommentar &quot;verwirfst&quot; du die MEinung der anonymen Mehrhgeit. Darum ging es Jessen nicht.

Ausserdem glaube ich prinzipiell, dass Anonyme Äusserungen doch sehr wertvoll sind, denn sie zeichnen ein ungeschminktes Stimmungsbild. Natürlich kann man mit Anonymen keine ausgewogene Diskussion führen, aber wenn ein Mob &quot;Hängt Ihn Auf&quot; schreit, dann sollte man auch diese Willensäusserung nicht als irrelevant verwerfen, weil man die Sender nicht kennt.

Und wie gesagt, du gehst immer noch am Kern von Jessens text vorbei.

Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, aber auch in deinem dritten Kommentar &#8220;verwirfst&#8221; du die MEinung der anonymen Mehrhgeit. Darum ging es Jessen nicht.</p>
<p>Ausserdem glaube ich prinzipiell, dass Anonyme Äusserungen doch sehr wertvoll sind, denn sie zeichnen ein ungeschminktes Stimmungsbild. Natürlich kann man mit Anonymen keine ausgewogene Diskussion führen, aber wenn ein Mob &#8220;Hängt Ihn Auf&#8221; schreit, dann sollte man auch diese Willensäusserung nicht als irrelevant verwerfen, weil man die Sender nicht kennt.</p>
<p>Und wie gesagt, du gehst immer noch am Kern von Jessens text vorbei.</p>
<p>Stefan</p>
]]></content:encoded>
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