Archiv der Kategorie: Werk

So war China (Zamonien-Stil)

Nachdem ich 2013 drei Wochen lang in China gewesen war, schickte ich einen langen Reisebericht an Freund/inn/e/n und Verwandte. Das Begleitschreiben teaserte ihn im Stile des Klappentextes der „13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ an:

Ich müsste untertreiben (und es ist ja hinlänglich bekannt, dass das nicht meiner Natur entspricht), wenn ich behaupten würde, unsere drei Wochen in China seien ganz nett gewesen. Ich sage nur: Die Verbotene Stadt. Tausendjährige Eier. Agatha Christie. Dreizehn tote Kaiser. Ein schockierter Professor. Eine vom Himmel geholte Wunschlaterne. Ein Marionettenkaiser. Deutschlandknoten. Ein Spielplatz für Erwachsene. Guānxì. Hundefleisch. Eine mobile Touristenattraktion. Ein unterirdischer Wald (nicht wirklich). Salzgebäck als Heiratskriterium. Streifenhörnchen. Plötzliche Abschiede. Eine ewige Karussellfahrt. Katakomben. Ein zwei Meter hohes Quietscheentchen. Ein russophiler Englischprofessor. Ein kàng. Übungen in Vergänglichkeit… aber ich will nicht vorgreifen!

LA-DI-DA

LA-DI-DA

Inspiriert durch das bei Max Goldt aufgeschnappte Zitat „Pah, Schauspieler! Fünf Schals, und sie kratzen sich mit der linken Hand am rechten Ohr!“ habe ich mal versucht, dem Ausdruck „LA-DI-DA!“ endlich eine angemessene visuelle Form zu geben.

verstoß gegen die stvo

verfasst in den nullzigern, frei nach ernst jandls „antipoden“

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Bloodhound Gang vs. Achim Reichel – Aloha D

Am ersten Weihnachtsfeiertag hatten wir es von Mashups. Meine Generation musste der Vorgängergeneration erklären, was das ist. Als Beispiel berichtete ich von The Bad Touch von der Bloodhound Gang und Aloha Heja He von Achim Reichel, zweier Lieder, deren Vermählung mir schon 2005 zwingend erschienen war. In einem Paralleluniversum mit einem liberaleren Urheberrecht hätte ich diese selbst in Cool Edit Pro zusammengeklickt und ins Internet hochgeladen. In diesem Universum hat irgendjemand ganz anderes dies getan:

Bloodhound Gang vs. Achim Reichel – Aloha D by Kafid on Mixcloud

Versatile Vehikel

In dem Jugendbuch Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt reisen der siebenjährige Erfinder Tobbi und der Roboter Robbi in einem „universalen Fortbewegungsmittel“ durch die Welt, das wie ein Auto fahren, wie ein Boot schwimmen und wie ein Hubschrauber fliegen kann. Das sind natürlich noch lange nicht alle möglichen Arten der Fortbewegung. Warum gab es zum Beispiel nie eine Fortsetzung mit einem Gefährt, das tauchen kann wie ein U-Boot, auf Schnee und Eis gleiten wie ein Schlitten und sich durch Gestein bohren wie verschiedene Science-Fiction-Vehikel? Und damit sind weitere Bereiche wie Schienen oder der Weltraum noch nicht einmal berührt. Was nicht ist, kann ja noch werden. Hier ist schon mal eine Skizze:

ufm