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Leben Zitate

Was ich immer sage

  1. Don’t ask.
  2. Was hindert dich?
  3. Stimmt doch gar nicht.
  4. What does that even mean?
  5. Das lässt sich ändern.
  6. Das lässt sich einrichten.
  7. Und das ist nicht nur so, das ist auch gut so.
  8. Was soll das
  9. Da ist ja schon der erste Widerspruch.
  10. Hübsch!
  11. Fühl dich gekrault.
  12. Das hast du schön gesagt.
  13. Das rulet, das ist tragfähig, das hat Gesicht.
  14. Das ist der Geist!
  15. Ingenious!
  16. Es sei denn.
  17. Das war jetzt ein bisschen übertrieben.
  18. Man überlebt immer wieder Erraschungen.
  19. Ein Mensch! Ein – eine Masse Mensch!
  20. Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.
  21. Ich bin entsetzt, ich bin empört, weil irgendjemand mich zerstört, und das prangere ich an.
  22. Keine Hinrichtung ohne Musik!
  23. Dann seid ihr tot, und wir sind schuld.
  24. Ich bin nur zu dekorativen Zwecken hier.
  25. Wassn jetz kaputt?
  26. Ja, muss ich holen. Soll ich?
  27. (um drei Uhr nachts) Was mach ich denn jetzt mit dem angebrochenen Abend?
  28. Nicht mal ignorieren.
  29. Ich will niemandem meine Sorglosigkeit aufzwingen.
  30. Das Fenster ist nicht zu schließen, bevor alle Möglichkeiten der Vermummung ausgeschöpft sind.

Übernommen von der englischen Sprache (1, 4, 14, 20), Malik (2, 11, 24), dem Volksmund (12, 28), Max Goldt (17), Frau Morgenstern (19), den Ärzten (21), dem Zamomin (22), einem angetrunkenen Amateurbrandschutzbeauftragten (23), Bodo (25) und Herbert Görgens (26).

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Was ich mal gesagt habe

Im Internet:

  1. Dein Problem ist, dass du mit dem Wertesystem eines obskuren, jahrtausendealten Wüstengottes und einer Schwarte, die so sehr aus einem Guss ist wie ein Patchwork-Teppich mit Franseln dran, auf die heutige Welt loswillst.
  2. Der Vergleich Magneto-Hitler bezog sich ursprünglich nur auf das Rassendenken. Stilisiere das nicht zu sehr hoch, und wenn, dann unterstehe dich, mir dein Stilisat in den Mund zu legen!
  3. Zum 75. Geburtstag wünsche ich mir die Vereinigten Staaten von Europa. Das ist für die weltpolitische Lage extrem gut, weil es  a) einfach geil klingt und b) aus ähnlichen, stichhaltigen Gründen.
  4. Es wäre in der Tat nicht besser, wenn man dich dazu zwingen würde, Aqua, aber das war hier wohl auch weniger die Frage. Ob es OK ist, darüber kann man sich streiten, hängt natürlich davon ab, unter welchem Aspekt man es betrachtet. Wenn du das massenweise Ausstellen von Awards auf deiner Website beispielsweise brauchst, um dich abzureagieren und sonst hingehen müsstest und ein Blutbad anrichten, um dein psychisches Gleichgewicht wieder herzustellen, dann hast du, was die Awards betrifft, in der Tat meine volle Unterstützung.
  5. Wenn ein Raum nicht betreten werden darf, und jemand betritt ihn trotzdem, dann wird nicht der Raum bestraft, sondern dieser Jemand, denn die Weisung ergeht nicht an das grammatische Subjekt, sondern an den semantischen Aktanten.

Im wirklichen Leben:

  1. I never run out of things people want me to do for them. (Still true.)
  2. Wer noch nicht einmal „genitivus obiectivus“ richtig schreiben kann, soll mich nicht über finite Verben belehren. Was sind finite Verben?
  3. Zeilenabstände justierend: Zur Sicherheit werden wir auf jede Karte in Weiß „Stirb!“ schreiben.
  4. Guten Morgen, Bodo. Willkommen in der Welt der Denkenden. Ich hoffe, deine Reise war angenehm und du wirst dich bald hier zurechtfinden.
  5. Über Briefmarken aus Briefmarkenautomaten: Naja, „hässlich“ trifft es nicht ganz, aber sie haben doch einen… sehr kühlen Charme.
  6. Ich würde mir nie die Beine mit Wachs entfernen.
  7. Steigleitung – I guess that’s Firefighterish for hydrant. (So kann man sich irren.)
  8. Da gehört ein Stock zwischen die Speichen. (Jugendliche mit Mofas in Frankreich. Don’t ask.)
  9. Abwechselnd besetzt und keiner da – das kömmt mir spanisch für.
  10. A truncation error was encountered trying to shrink BLOB ‚XX-RESOLVE-XX‘ to length 1048576. Wisst ihr, was das bedeutet? Feierabend!
  11. Sei bitte sehr heiß. *schlürft* Ich sagte, sei bitte sehr heiß!
  12. Rom. Ein ungeheuer trostloses Kuhkaff. Grausame Ironie des Schicksals, dass es hier keine Wolkenkratzer gibt, von denen man sich stürzen könnte.
  13. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Warum auf Nachteile verzichten, wenn man sie umsonst kriegt?
  14. Seit wann ist Zynismus etwas Schlechtes? (Ich habe die Frage inzwischen geklärt. Die Antwort steht in Max Goldts Text „Mein Nachbar und der Zynismus“)
  15. Neenee, das kommt nicht in Parenthese! Das könnte dir so passen, Satan!
  16. Ich kann nicht durch eine Tür gehen, wenn der Arm, der mir die Tür aufhält, im Wege ist.
  17. Ich könnte jetzt hier bleiben, was mich davon abhalten würde, meine Hausaufgaben zu machen. Oder ich könnte nach Hause gehen, was mich nicht davon abhalten würde, meine Hausaufgaben nicht zu machen.
  18. Immer, wenn man denkt, man könnte das Schlechte nicht mehr schlechter machen, wird man eines Besseren belehrt.
  19. Es ist alles gesagt, nur noch nicht zu jedem.
  20. Zeitunglesen und Radiohören geht heute als Medienabstinenz durch.
  21. Du störst meinen Verdrängungsprozess.
  22. Jesus Christus spricht: Ich aber sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schätzen. (Er hat zwar nur vom Schwören gesprochen, wird mir die kleine Notlüge aber bestimmt vergeben. Ich hasse es nämlich, wenn man mich fragt: Schätz mal, wie viel das kostet/wie lang das ist/wie hoch das ist etc.)
  23. Es missfällt mir wie Schuppen auf den Augen.
  24. I can see your point up to a point.
  25. Ich bin hier, um meine Vorurteile zu bestätigen.
  26. Alle wissen immer alles ganz genau.
  27. Die Blinden haben das Nachsehen.
  28. Es ist noch nicht dieses Tages Abend.
  29. Ein gutes Zeichen, aber eine schlechte Sache.
  30. Ein schlechtes Zeichen, aber eine gute Sache.
  31. Ein solches Versehen ist nur mit Geld wiedergutzumachen.
  32. Das muss andersrum werden.
  33. Ich war möglichweise überlastet, wartete auf eine Eingabe oder wurde nicht mehr ausgeführt.
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Mittwöchliche Einzeiler

Stellen Sie sich eine Sitcom vor, die in den Straßen und U-Bahn-Tunnels New Yorks spielt. Die Charaktere: JAP, Suit, Hobo, Hipster, Thug, Queer, Tourist und viele mehr. Das ist Overheard in New York, die vitalste und witzsprühendste mir bekannte Sprüchesammelseite. Dass sie zwanzigmal so viele Einträge hat und viel komischer ist als das Pendant für ganz Deutschland (immerhin zehnmal so viele Einwohner), liegt sicher nicht nur daran, dass New York viel dichter besiedelt ist und daher mehr Kontakt zwischen Sprücheklopfern und Spionen besteht.

Es liegt wahrscheinlich auch nicht allein an den states of mind der hochsexualisierten, der unfreundlichen, der hedonistischen, der plain crazy, der zynischen und der arroganten New Yorker, die zum Nährboden für vielfältige humoristische Topoi und Running Gags beitragen.

Nein, ich finde, die Qualität von OiNY besteht zu einem guten Teil auch aus dem redaktionellen Rahmen: Steht da ein mehrzeiliger Dialog mit einer Schlusspointe, wird in jedem Fall noch eine zweite Pointe draufgesetzt, und zwar immer in Form einer Überschrift, ob es nun ein Kommentar zum Dialog ist oder eine fiktive Fortsetzung. Das ist eine ganz schöne Leistung; sie lässt die Überschriften auf belauscht.de sehr brav und kläglich aussehen.

Es gibt Dialoge, bei denen es einem einfach die Sprache verschlägt. Das Finden einer lustigen Überschrift ist dann besonders schwierig und wird in Form eines Headline Contests an die Besucher weitergegeben. Die circa sieben besten Vorschläge werden dann veröffentlicht.

Sprüche, die jeweils nur in einer „einzeiligen“ Äußerung bestehen, werden aus irgendeinem Grunde mittwochs en gros veröffentlicht, und zwar thematisch gruppiert. Es gibt dann z.B. einen Eintrag für Hundesprüche, einen für Alkoholsprüche, einen für deviantes Sexualverhalten, einen für MySpace, einen für… you get the idea. Ich frage mich, ob die die Einzeiler per Hand aussortieren und gruppieren oder ob deren Server automatisch alle Einsendungen, die nur einen Doppelpunkt enthalten, tokenisiert, stemmt und mit Hilfe einer Ontologie einer Reihe von Begriffen zuordnet. Dann könnte die Redaktion jeden Mittwoch einfach gucken, welche Begriffe gerade genug Sprüche haben und daraus die Einträge basteln. Woher, wenn nicht von dieser Automatisierung, hätte sie die Zeit, sich für die Überschriften auch noch jeweils einen Satz zu dem Begriff zu überlegen, der das Wort Wednesday One-Liners enthält?

Wer jetzt OiNY-Leser werden will, dem sei dazu noch das Urban Dictionary ans Herz gelegt – ein Hilfsmittel, das einen bei Begriffen wie bimbette, get head oder sogar OiNY-Erfindungen wie wheelbo praktisch nie im Stich lässt.