Archiv des Autors: Kilian Evang

Geistiger Diebstahl

Das Urheberrecht ist eine achtenswerte Sache, wiewohl ich glaube, dass die Welt auch ganz ohne es nicht unterginge. Plagiate sind böse, einverstanden. Man merke aber auch: Zitate sind keine Plagiate, sondern legitim. Und in der Literatur müssen Zitate nicht explizit gekennzeichnet sein, zumindest nicht im Text. Sie müssen nur erkennbar sein. Aber Erkennbarkeit hängt natürlich vom Leser ab, deswegen sind solche Zitate von Plagiaten im Zweifel schwer zu unterscheiden.

Der Fall Hegemann bewegt sich offensichtlich in einer Grauzone. Unter den Quellen, die in dem jetzt veröffentlichten sechsseitigen Verzeichnis aufgeführt sind, sind wahrscheinlich beide Sorten von Textübernahmen dabei. Weil es eine Grauzone ist, verstehe ich nicht, wie alle Welt so eindeutige Meinungen dazu haben kann. Eine eindeutige Meinung habe ich in dieser Sache mal wieder hauptsächlich über Leute, die Phrasen wie diese dreschen: „Geistiger Diebstahl ist und bleibt Diebstahl.“ Nein, ist er nicht.

Geistiger Diebstahl ist kein Diebstahl

Ein angeblicher Mörder ist nicht unbedingt ein Mörder. Ein elektrischer Straßenbahnschaffner ist nicht elektrisch. Ein kalter Hund ist kein Hund. Und geistiger Diebstahl ist kein Diebstahl. Ein Diebstahlopfer hat sein Eigentum nicht mehr, ein geistiges Diebstahlopfer sieht sich „nur“ in einem komplizierten Recht auf Selbstbestimmung über das Selbstverfasste verletzt.

Josef Joffe, der uns in der aktuellen Zeit mal wieder einen atemberaubenden Schrott zusammenschreibt, fängt insofern eigentlich ganz vielversprechend an: „Seitdem die Menschheit erzählt, »borgt« und »stiehlt« sie. Aber dann entstand die Idee des »geistigen Eigentums« und des »Plagiats«. (…) Vom 18. Jahrhundert an (…) waren Worte nicht mehr umsonst zu haben; sie gehörten dem Autor, und so entstanden Copyright und Urheberrecht.“

Wir lernen: Das Urheberrecht ist erst kürzlich entstanden, und „entstanden“ bedeutet natürlich: Es wurde von Menschen aus Gründen erfunden und durchgesetzt. Ohne auf diese Gründe irgendwie einzugehen, biegt Joffe, ganz Polemiker, schon im nächsten Satz umstandslos in die kategorische Verteidigung des Urheberrechts ein: „Den Chinesen werfen wir zu Recht das Raubkopieren vor – und Google das Scannen von Millionen von Büchern.“ Zu Recht? Zu welchem Recht?

Und jetzt kommt die entscheidende falsche Behauptung. Sie wird immer wieder gern gemacht, um über die Hintertür des allgemein verbreiteten Respekts vor dem Privateigentum auch die Akzeptanz des Urheberrechts zu steigern. Oder aus Dummheit nachgeplappert: „Worte sind Eigentum – wie Patente und Häuser.“ Nein, sind sie nicht.

Das Eigentum an einem Patent oder einem Haus besteht grob gesagt darin, dass es in den zuständigen Ämtern auf meinen Namen eingetragen ist. Die Tatsache einer solchen Eintragung kann man nicht wie Worte einfach kopieren. Es sind beim Diebstahl wie beim Schutz von Eigentum und geistigem Eigentum völlig verschiedene Vorgänge und Gesetze am Werk, und jeder tut gut daran, auch in seinem persönlichen Rechtsempfinden unterschiedliche Empörungen dafür zu reservieren.

Bei Joffe folgt nun eine Passage, die keinen allzu krassen Unsinn enthält, wenn man davon absieht, dass er Literaturkritikern Vorhaltungen dafür macht, dass sie die Causa unter literarischen Gesichtspunkten bewerten und nicht unter rechtlichen.

Fremde Federn

Was man Hegemann am ehesten vorwerfen kann, bezeichnet Joffe mit „verweislose Aneignung“ sehr gut, wobei ich den Aspekt der Aneignung entscheidend finde. Dass die Verweise fehlen, ist das eine. In der Wissenschaft sind Zitate ohne Verweis per Konvention und sinnvollerweise verboten. In der Kunst ist das nicht so, jedenfalls nicht für mein Kunstempfinden. Viele, die man heute als literarische Größen feiert, wären womöglich nie entdeckt worden, wenn sie so uncool gewesen wären, ihre Textquellen zu listen. Manchmal besteht der literarische Wert einer Übernahme ja auch darin, den Leser die Quelle selbst finden zu lassen. Stichwort Anspielung, Stichwort Verweis, Stichwort Insider, Stichwort soziale Dynamik innerhalb von geistigen Milieus, Stichwort Knuffen in die Seite. Ich benutze variierend auch andauernd Formulierungen, die ich von anderen habe, z.B. Max Goldt, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen. Schon der Übergang zwischen Inspiration und Textübernahme ist fließend. Auf der Ebene kurzer Textfragmente wie Sätzen, Idiomen oder Wörtern ist sogar der Übergang zwischen Textübernahme und ganz normalem Sprachwandel fließend.

Das alles ist eben keine Aneignung. Um statt „Aneignung“ eine Formulierung zu wählen, die ohne Eigentumsmetapher auskommt: Man schmückt sich nicht mit fremdem Federn. Man geht von einer Leserschaft aus, die die Fähigkeit hat, die Quellen zu erkennen, und schmückt sich im Falle von Zitaten nicht mit Worten, sondern mit deren Kenntnis. Nun kann man sagen, Hegemann hätte von keiner Leserschaft ausgehen dürfen, die Airens Blog kennt. Aber es ist nicht klar, ob sie wissen konnte, dass ihr Buch für ein paar Wochen außerhalb der entsprechenden Kreise deutlich bekannter sein würde als Airens Schriften.

Selbst einen Roman, der völlig aus Schnipseln fremder Werke besteht, würde ich nicht als Plagiat bezeichnen, wenn der Autor zwar das Gesamtwerk, nicht aber die einzelnen Schnipsel als seine eigenen ausgibt. Wenn er zu seinen Methoden steht. Es ist der Eindruck entstanden, dass Helene Hegemann nicht zu ihren Methoden stehen, dass sie sie verbergen wollte, bevor die Textübernahmen publik wurden. Wenn das stimmt, ist es wirklich ein Makel. So oder so ist sie mit der Situation nicht gut umgegangen, da stimme ich Joffe sogar mal zu: „Von der Autorin wünscht man sich ein Quantum an Zerknirschung oder, wie es früher hieß: »Wohlanständigkeit«.“

Worte sind kein Eigentum

Wendet sich Joffe nun also der menschlichen Seite zu und ist mit der Zurschaustellung verbreiteter mangelnder juristischer Intelligenz fertig? Leider nein, zwei Sätze später muss ich mir wieder schreiend aufs Hirn greifen: „Sie empfinde es nicht als »geklaut, weil ich ja das ganze Material in einen völlig anderen und eigenen Kontext eingebaut habe«. Ist der Vergaser nicht geklaut, wenn ich ihn in mein Auto einbaue?“ Tja… was soll man dazu noch sagen. Als ich zuletzt nachgeguckt habe, waren zumindest in meinem Exemplar von Strobo alle von Hegemann „geklauten“ Passagen noch vorhanden. Was ich von dem Vergaser, der mir letztes Jahr geklaut wurde, leider nicht behaupten kann. Danke, Herr Joffe, Sie haben gerade selbst demonstriert, wie unsinnig es ist, „geistiges Eigentum“ wörtlich zu interpretieren.

Doch Joffe lässt sich ja von niemandem belehren, auch nicht von sich selbst: „Warum dann zwischen geistigem und materiellem Eigentum unterscheiden? (…) Die Trennung lässt sich nicht durchhalten, nicht in einer Welt, in der die Leistung einer Wirtschaft nur noch zu zwanzig Prozent aus »Dingen« – Autos, Äpfeln, iPods – besteht. Die anderen achtzig Prozent im weitesten Sinne »geistiges Eigentum« sind, die Hauptwertschöpfer des 21. Jahrhunderts.“ Mich würde interessieren, woher er diese Zahlen hat und ob er, bevor er diese Tatsache auf dem Altar der Polemik opferte, wenigstens daran gedacht hat, dass die „zwanzig Prozent“ aus der Übertragung von Eigentum bestehen, die „achtzig Prozent“ hingegen ganz bestimmt ganz überwiegend aus der Gewährung von Nutzungsrechten an geistigem Material. Auch wenn ein Patent verkauft wird, wird nicht die Idee verkauft – die ist vor wie nach dem Kauf in beiden Köpfen – sondern ein exklusives Nutzungsrecht. Entsprechend lassen sich auch keine Worte besitzen, sondern höchstens das Recht, bestimmte Kombinationen von Worten in bestimmter Weise öffentlich zu verwenden. Wenn die Hauptwertschöpfer des 21. Jahrhunderts tatsächlich geistiger Natur sind, ist es umso wichtiger, den Unterschied zwischen Eigentumsrecht und Urheberrecht zu kennen.

Und andere Unterschiede auch, wie den zwischen Urheberrecht und Copyright, auf den ich hier jetzt mal nicht eingegangen bin.

Nazi Compounds

Phrase # of Google hits
(at the time of entering the list)
grammar nazi 188,000
music nazi 122,000
love nazi 85,600
food nazi 75,000
movie nazi 50,300
porn nazi 47,100
health nazi 25,100
republican nazi 19,000
code nazi 13,000
moral nazi 11,800
house nazi 8,140
democrat nazi 7,320
Jesus nazi 5,100
dance nazi 4,400
cleaning nazi 4,050
underwear nazi 3,950
peace nazi 3,760
bible nazi 3,000
political correctness nazi 2,780
math nazi 2,680
health insurance nazi 2,530
relevance nazi 252
linguistics nazi 224
encapsulation nazi 4

I plan to extend this list, send me your ideas!

Lieblingswörter (4)

Was bisher geschah: Schöne Wörter, Lieblingswörter, Lieblingswörter (2), Lieblingswörter (3).

Jetzt habe ich auch ein chinesisches Lieblingswort: 冰块 (bīngkuài, Eiswürfel). Das klingt ein bisschen wie pink-white und beschwört die Assoziation an eine hippe Bar in Hongkong, deren genialer und liebenswerter Besitzer mit Hilfe einer speziellen Maschine pinke und weiße Schlieren in die Eiswürfel für die Longdrink-Spezialität des Hauses hineinbetriebsgeheimnisst.

Wirr ist in seiner Monomorphemizität und leichten Obsoleszenz ein sehr witziges Adjektiv. Ich bezeichne damit gerne eine besondere Form der Textorganisation, die unerfahrene Schreiber anwenden, wenn sie eigentlich gar nicht wissen, was sie sagen wollen, und daher in zufälliger Reihenfolge Informationsbrocken hintereinanderkleben, bis die bestellte Zeichenzahl erreicht ist.

Fratze: Kultivierenswürdige Metapher für alles Hässliche, besonders alles Desillusionierende: „Frohen Mutes ging er an die Reparatur, doch die Komplexität der Rasenmähermechanik zeigte schon bald ihre Fratze.“

Wenn man ein deutsches Wort bei LEO eingibt und nur für seine drögen technischen Bedeutungen englische Übersetzungen findet, hat man es wahrscheinlich mit einem König unter den Wörtern zu tun. So einer ist Stoßrichtung. Es ist von einer dezenten und nützlichen Nebligkeit, in der Intention, Blickwinkel und eine geheime dritte Bedeutungskomponente tänzerisch um die Vorherrschaft balgen.

Wie bereits dargelegt verwende ich das Wort entfernen bevorzugt als Euphemismus für Akte äußerster physischer Brutalität. Als alltägliches Verb für den Einsatz gegen nutzlose Halbsätze, Flecken oder Codezeilen bietet sich das energische und gründliche tilgen an.

Das grazilste und schönste englische Wort, das mir in letzter Zeit untergekommen ist, ist microcircuitry.

Zum Schluss dieser Folge noch ein drolliges Wort für umfallende Welpen und ungeschickte Menschen: tapsig.

The Indefinite Determiner ‘this’

So this random guy walks up to my table, sits down and starts telling a story out of the blue. I have no idea what he is talking about or who he is referring to when he begins, “So this random guy walks up to my table, sits down and starts telling a story out of the blue. I have no idea what he is talking about or who he is referring to when he begins, “So this random guy walks up to my table, sits down and starts telling a story out of the blue. I have no idea what he is talking about or who he is referring to when he begins, “So this random guy walks up to my table, sits down and starts telling a story out of the blue. I have no idea what he is talking about or who he is referring to when he begins, “So this random guy walks up to my table, sits down and starts telling a story out of the blue. I have no idea what he is talking about or who he is referring to when he begins…

Was ich immer sage (2)

Was bisher geschah: Was ich immer sage.

  1. Da hat die Evolution sich schon was bei gedacht.
  2. Gut, dass wir darüber gesprochen haben.
  3. Das üben wir noch mal.
  4. Das verstehe ich nicht.
  5. Ich habe gefehlt. Verzeih.
  6. Ich benötige ein Schneidwerkzeug.
  7. Schlecht.
  8. Das scheint auf den ersten Blick keinen Sinn zu ergeben – und, in der Tat, es ergibt auch keinen Sinn.
  9. Good luck with that.
  10. Wäre vielleicht mal ne Maßnahme.
  11. (wenn ich auf eine sehr einfache und naheliegende Lösung gekommen bin) Manchmal erschrecke ich vor meiner eigenen Genialität.
  12. (als Standardantwort auf „Entschuldige die Unordnung“) Welche Unordnung?
  13. (wenn jemand etwas offensichtlich sehr Sinnloses oder Schädliches tut) Das ist ein interessanter Ansatz.
  14. (zu nicht funktionierenden Geräten) Stirb!
  15. (zu nicht funktionierenden Geräten) Mach dich nicht lächerlich.
  16. (wenn was anbrennt oder kaputtgeht oder so) Ein klares Zeichen für den moralischen Verfall.
  17. Was für’n Ding?
  18. Steile These.
  19. Bis man erst mal die ganzen Feinheiten rafft!
  20. Ich werde das demnächst erledigen, wenn mir niemand zuvorkommt.
  21. Du bist deiner Zeit voraus.
  22. Was macht die Kunst?
  23. Es gibt Dinge, ohne deren Kenntnis man ein unbekümmerteres Dasein fristet.
  24. Das wirst du aber nicht schaffen, kleiner Elefant. Pass mal auf, ich mampf dich.
  25. Et tu…
  26. Must we all wait behind this bush? I have theater tickets!
  27. Wird erledigt.
  28. Das ist ja praktisch.
  29. Ich bin begeistert.
  30. Mit einer selbstgebauten Flockenquetsche selbstgequetschte Haferflocken schmecken auch viel besser als mit einer fertig gekauften Flockenquetsche selbstgequetschte Haferflocken.

Übernommen vom Volksmund (2, 3, 9, 10, 22), dem Terminator (6), den Wise Guys (8), hirnlego (16), Didi und Stulle (19), Walter Moers (23), Vattern (24), Cäsar (25), Tingeltangel Mel (26) und Max Goldt (30).

Feier des Lebens II

Neulich ging es darum, wie ich einmal ein Bild malen musste, versagte und dann auch noch einen schriftlichen Kommentar zu meinem Versagen schreiben musste. Ich habe jetzt die etwas geschliffenere Version des Kommentars wiedergefunden, die ich hinterher abgab. Ganz interessant, wie ich das damals gelöst hab:

„Feier des Lebens“ – schriftliche Erläuterung zu Konzept, Vorgehen und Ergebnis der Arbeit

Konzept

Die Bürde, malerisch einen intensiven Ausdruck von Lebensfülle und Lebensfreude vermitteln zu sollen, weckte so morbide Fantasien in mir, dass das Thema einer Totenerweckung recht schnell feststand. Ich brachte dieses dann zur Synthese mit der geforderten Lebensfreude, indem ich mich entschloss, mein Bild so zu konzipieren, dass das Wunder der Lebensfreude durch den scharfen Kontrast zu einer düsteren, bedrohlichen Umgebung besonders stark herausgestellt wird. Eine subtile Verbindung formaler und inhaltlicher Gestaltungsmittel sollte diesen Gegensatz mit vereinten Kräften zum Ausdruck bringen.

Inhalt

Mitten in dunkelster Nacht, vor sturmgepeitschten Bäumen, sieht man ein von den Toten auferstandenes Gerippe auf einer Wiese mit einer Frau tanzen. In einer bedrohlichen und der Lebensfreude eigentlich feindlichen Situation ist sowohl ein großes Feuer als auch eine Liebe entbrannt, die sogar den Tod besiegt und das Wunder des Lebens neu aus der Taufe hebt. Kann die Lebensfreude größer sein als nach einem solchen Triumph?

Form

Um die bedrohliche, nächtliche Umgebung darzustellen, beschloss ich, das Farbspektrum auf dunkelblaue und blaugrüne Töne zu reduzieren und nur im inhaltlichen Zentrum des Bildes – das tanzende Paar, gewärmt und beleuchtet durch das Feuer im Ölfass – hellere sowie rote und violette Töne zuzulassen. Mit diesen Vorgaben trat ich an das Malen selbst heran.

Vorgehen

Während der Malarbeit entwickelte ich u.a. folgende Vorgehensweisen:

  • tupfender Farbauftrag, um der Darstellung Struktur zu geben und sie vom Naturalistischen zu abstrahieren
  • Grundrichtung des Farbauftrags entlang der steigenden Bilddiagonalen, um Bewegung in das Bild zu bringen und einerseits die Wildheit der stürmischen Nacht und andererseits die Entwicklung zum Positiven, zum Leben hin, die im Zentrum stattgefunden hat, zu unterstreichen
  • bei Bäumen, Wiese und Büschen im „dunklen“ Bereich sehr dicker Farbauftrag, um die Strukturwirkung des tupfenden Farbauftrags in Ermangelung allzu vielfältiger Farbdifferenzierungen (bedingt einerseits durch das Konzept, andererseits durch meine sensationelle Unfähigkeit auf diesem Gebiet) zu verstärken
  • bewusst undetaillierte, fast schemenhafte Darstellung der beiden Personen, um ein gewisses Verlorensein in der bedrohlichen Umgebung auszudrücken, gegen das sich ihre Lebensfreude jedoch erfolgreich durchsetzen sollte
Ergebnis

Ohne Frage liegt dem Ergebnis eine deutlich sichtbar persönlich geprägte Bildgestaltung zugrunde, die erkennbar zu „abgenudelten Klischees der Werbung“ Abstand hält. In Ermangelung handwerklichen Know-hows und durch eine gewissen Schwankungen unterworfene Motivation sind jedoch einige in Konzept und Vorgehen beabsichtigte Effekte leider nur bedingt gelungen. In Zusammenhang mit dem Joch der Auflagen, die in der Aufgabenstellung genannt werden, könnte man insbesondere kritisch anmerken, dass eine wesentliche Bestimmtheit des Farbkonzeptes von vielfältig differenzierten, leuchtend bunten Farben im Rahmen meines Konzeptes nur eingeschränkt möglich war und das Bildgeschehen komplexer sowie dynamischer über mehrere Raumzonen verteilt sein könnte.

The Plan

A: Well, Harold, I’m not sure whether I understand your plan completely, but unless I’m very much mistaken, it involves my death, right?
B: Yes, that is correct.
A: Well, I don’t want that.
B: You don’t… oh, yeah. Sure. That kinda… should have been obvious.
A: No problem.
B: No, really, I should have…
A: It’s okay, Harold. We do have to think in all possible  ways.
B: Yeah. … But that one plan is out, then?
A: It is.