Literaturprojekt: Eine Kurzgeschichte als Maxi-Single

Text von 2004 (Mal wieder. Was für ein kreatives Jahr!)

Wenn man heutzutage in einen Plattenladen geht und eine Single ersteht, bekommt man „entschieden zu viel für sein Geld“ (Max Goldt). Auf den silbernen Datenträgern fürs heimische Reflektophon findet sich eine Vielzahl von Versionen und Remixes, je nach Genre auch Edits, Instrumental Remixes und bei DJs, die glauben, sich etwas schuldig zu sein, auch Experiences, Visions, Ultra Chemical Spicy Acceleration Hybrid Reconstructions gar!

Meine Idee ist, dieses Prinzip auf eine geeignete selbstverfasste oder geklaute Kurzgeschichte anzuwenden, einige Versionen von ihr zu verfassen und dabei Motive, Sprache, Erzählstil, Ausführlichkeit, Kunstgriffe, Perspektive, Abstraktionsgrad, Schwerpunktsetzung etc. bei gleich bleibendem Thema und Handlung auf unterschiedlichste Art und Weise zu variieren. Das Endprodukt ist die „Maxi-Single“ einer Kurzgeschichte, ein variantenreicher literarischer Leckerbissen, für den der Ladenpreis von € 6,99 angemessen erscheint.

2 Gedanken zu „Literaturprojekt: Eine Kurzgeschichte als Maxi-Single

  1. Kilian Evang Beitragsautor

    *O‿O*

    Ich hab mit dem Projekt dann tatsächlich mal angefangen, als der Lehrer im 12er-Literaturkurs ganz unspezifisch von uns verlangte, irgendwas mit Ovids Narcissus und Echo zu machen. Da hab ich einen Remix im Sendung-mit-der-Maus-Erklärbär-Stil geschrieben.

    Weitere Ideen für Remixe: pompös-biblischer Stil, Thesaurus-Bearbeitung (so viele Wörter wie möglich durch „Synonyme“ ersetzen), Larding (Extended Remix)…

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