Zum Minarettverbot

Ach du Scheiße. Ich hatte gehofft, dieses Unargument nie wieder an so prominenter Stelle lesen zu müssen. Jedoch:

Die Schweizer sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Islamisierung ihres Landes entschieden hat. Nicht gegen die Religionsfreiheit, nicht gegen Lokale, in denen halal gegessen wird, nicht gegen den Islam als Religion. Nur gegen eine Asymmetrie, die auch in anderen Ländern als naturgewollt hingenommen wird.

Moslems dürfen in Europa Gebetshäuser bauen, Christen in den arabisch-islamischen Ländern dürfen es nicht (von den Juden und anderen Dhimmis nicht zu reden).

Henryk M. Broder, Einer muss den Anfang machen

Und wenn man da nicht folgen mag, gehört man zu den „Gutmenschen, die eine andere Kultur immer verteidigenswerter finden als die eigene“ (Broder)? Von wegen. Zu meiner Kultur gehört verdammt noch mal Religionsfreiheit. Einer der Gründe, aus denen sie verteidigenswert ist. Was für eine Kultur Broder verteidigen will, möchte ich lieber nicht wissen.

6 Gedanken zu „Zum Minarettverbot

  1. Georg

    Broder will mehr Religionsfreiheit in anderen Ländern erreichen, indem er sie im eigenen Land beschränkt. Interessanter Ansatz. Vielleicht geht das ja auch bei anderen Menschenrechten.

  2. ke Beitragsautor

    Stimmt, wie er sagt: tit for tat. Für zehn Moscheen in Deutschland eine Kirche in Saudi-Arabien. Fragt sich, wer da mit wem tauscht. Broders Phantasmagorgien (Wort erfunden, weil mir die Worte fehlen) sind von keinerlei Realismus getrübt.

  3. DrNI

    Seite seiner Schlammschlacht mit unserem OB Palmer ist mir klar, dass man den Herrn Broder nicht ernst nehmen kann. Er ist völlig überbewertet und sollte seine Tätigkeit als Publizist mal von Zeitungen in Blogs verlagern. Da würde ihn dann keiner lesen müssen. (http://www.drni.de/blog/archives/810-Schlammschlacht-Broder-vs-Palmer.html)

    Broder hat natürlich eine nette Position als Jude. In Deutschland ist das Kritisieren von allem Jüdischen ja ziemlich unerwünscht. Was auch die genannte Schlammschlacht belegt, als eben unser Palmer einer Israel-Kritikerin zum Bundesverdienstkreuz verholfen hat. Dabei haben wir ein zahlenmäßig viel weniger Juden als Muslime (klar, die Juden haben wir ja im WW2 alle ex gemacht, die Story kennen wir ja alle). Von dem her müsste rein Basisdemokratisch erst mal jede 2. Synagoge in eine Moschee umgebaut werden. Wie wäre das, Herr Broder?

  4. Pingback: Warum „Tugendfuror“ Unwort des Jahres werden sollte | Texttheater

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